Die Forschung im Dienste der Osteopathie

Am Europäischen Colleg für Osteopathie (Inh. Dr. med. Jean-Pierre Guillaume) und am Europäischen Colleg für Osteopathie Berufsausbildung GmbH sind wir der Meinung, dass sich die Lehre der Osteopathie parallel mit neuesten medizinischen, grundlagenbezogenen sowie menschlichen Erkenntnissen entwickeln muss. Aus diesem Grund ist unsere Lehre stark forschungsbasiert und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

AREDOE: die Forschungsabteilung des französischen COE

Die AREDOE (Association pour la Recherche, l’Etude et le Développement de l’Ostéopathie en Europe – Verein für Forschung, Studium und Entwicklung der Osteopathie in Europa) wurde 1994 gegründet, um den Bedürfnissen der wissenschaftlichen, sowohl klinischen als auch grundlagenbezogenen Forschung gerecht zu werden. Als europäische Institution ist sie sowohl in Frankreich als auch in Deutschland vertreten.

Die Forschungsteams der Schulen beider Länder setzen sich aus Osteopathen, Methodikern und Referenten, die auf verschiedene Bereiche spezialisiert sind, zusammen.

Der Geist, der die AREDOE antreibt, ist in erster Linie zutiefst osteopathisch. Ihr Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen der Osteopathie in Europa zu fördern:

  • Durch die Evaluierung der Qualität wissenschaftlicher Studien aus Europa
  • Durch die Bestätigung verschiedener osteopathischer Behandlungen im Zuge randomisierter klinischer und Placebo-kontrollierter Studien
  • Durch die Veröffentlichung von Berichten, die von der Europäischen Kommission finanziert werden (Cost-B4)
  • Durch die Förderung der Qualität von Forschungsarbeiten an Institutionen wie der AOD (Akademie Osteopathie Deutschland)

Die AREDOE arbeitet mit der Forschungsabteilung der FEO (Fédération Européenne des Ostéopathes) zusammen. Diese Vereinigung ist von der Europäischen Kommission und dem CEPLIS referenziert.

1996 wurde sie mit dem Régis-Godefroy-Preis ausgezeichnet, der vom Verband der Osteopathen Frankreichs (Union Fédérale des Ostéopathes de France) vergeben wird.

Die wissenschaftliche Forschung: wichtige Partnerschaften

Das französische COE hat ein Abkommen mit OPEN ROME und dessen Direktor, dem Epidemiologen Dr. Jean-Marie Cohen, geschlossen. Diese Einrichtung des öffentlichen Gesundheitswesens (www.openrome.org) engagiert sich auf dem Gebiet der Gesundheit und Umwelt, um multidisziplinäre Netzwerke – insbesondere im Fachbereich Epidemiologie – zu schaffen und zu steuern. Sie berät zugleich staatliche Behörden und Institutionen bzgl. den medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen von morgen. Die Aufgabe: mittels Studien und wissenschaftlichen Publikationen die medizinischen Arbeitsmethoden zu evaluieren sowie wissenschaftliche Daten zu Themen, die sich auf die Gesundheit und die Umwelt beziehen, zu sammeln, zu analysieren und zu bewerten.

Zusammenarbeit mit OPEN ROME

Zur Zeit arbeiten wir gemeinsam an Projekten zur statistischen Auswertung: 

  • Eine deskriptive Retrospektivstudie, die sich auf 1000 klinische Fälle bezieht
  • Eine Studie zur Messung des Gesundheitszustandes von Klinikpatienten durch die Nutzung des MOS-SF 36

Zusammenarbeit mit der Revue de l’Ostéopathie (Fachzeitschrift für Osteopathie)

Mit der Zeitschrift und ihrem Chefredakteur, Robert Meslé, kooperieren wir für die Veröffentlichung unserer wissenschaftlichen Arbeiten im Verlagsprogramm.

Zusammenarbeit mit dem Centre d’Etudes de la Sensori-Motricité (CESM, CNRS, UMR8194)/ Forschungszentrum für Motosensorik

Gemeinsam mit dem Institut der Universität Paris V Descartes unterstützen wir einen jungen Osteopathen, der dank seines COE-Diploms eine Doktorandenstelle im Laboratoire de la Physiopathologie de la Vision et de la Motricité Binoculaire (Labor für Physiopathologie des Sehens und der binokularen Bewegungsmotorik) in der Forschungsgruppe IRIS-FRE 3154 CNRS erhalten hat.

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